Gestaltungsbeirat

Warum gibt es einen Gestaltungsbeirat?

Um dem hohen Anspruch von Fachleuten, Vertretern aus Politik und der Öffentlichkeit an der Entwicklung der Waisengärten zu begegnen, hat die LGE Landesgrunderwerb Mecklenburg-Vorpommern als Grundstückseigentümer und Erschließungsträger einen Gestaltungsbeirat ins Leben gerufen.
Aufbauend auf den Ergebnissen der Planungswerkstatt 2011 hat sich dieses Gremium zum Ziel gesetzt, die hier definierten Qualitäten und konkreten Empfehlungen für den späteren Hochbau und den öffentlichen Raum zu sichern und weiterzuentwickeln sowie architektonische Fehlentwicklungen zu vermeiden.

 

Wie arbeitet der Gestaltungsbeirat?

Der Gestaltungsbeirat versteht sich als ein der Baukultur verpflichtetes Gremium, das Entwürfe und Planungskonzepte prüft, um mit den späteren Bauherren und Investoren die Qualitätsansprüche im Konsens zu erreichen. Vertreter aus Politik, Verwaltung und die Öffentlichkeit werden in geeigneter Form informiert.

 

Wer sind die Mitglieder?

Die Mitglieder sind auf den Gebieten der Architektur, Landschaftsplanung und Städtebau fachlich versiert und verfügen über die Qualifikation zum Preisrichter. Die Mitglieder werden für zwei Jahre benannt:

 

  • Frau Julia Tophof
    Dipl.-Ing. Architektin, Berlin
  • Herr Andreas Thiele,
    Dipl.-Ing. Stadtplaner, Landeshauptstadt Schwerin
  • Herr Robert Erdmann,
    Dipl.-Ing. FH Architekt, Geschäftsführer LGE Landesgrunderwerb GmbH

 

 

Nach welchen Kriterien wird beurteilt?

Die Kriterien für die Gestaltung der späteren Gebäude ergeben sich aus dem prämierten Ergebnis der Planungswerkstatt und dem B-Plan-Entwurf. Sie sind in der Geschäftsordnung des Gestaltungsbeirates wie folgt definiert:

 

  1. Die Höhe der Stadthäuser soll sich im Wesentlichen an der Dreigeschossigkeit orientieren, um so der Maßstäblichkeit der späteren Nutzung gerecht zu werden. Mehrgeschossige Wohngebäude sollten bis zu 5 Geschosse hoch sein. Das oberste Geschoss soll eine „filigrane" Ausgestaltung erfahren.
  2. Spätere Einfriedungen und „Nebengebäude" im Quartier sind einheitlich zu gestalten. Insbesondere an den späteren „Gartenwegen".
  3. Die Gebäude sind als kubische Baukörper anzulegen. Additive Elemente sind harmonisch in Materialwahl und Gestaltung zu integrieren.
  4. Die Gebäude erhalten Flachdächer. Eine maximale Neigung von 10 Grad ist zulässig.
  5. Das Material ist „hochwertig" zu wählen. Dabei ist Ziegel, Naturstein, Holz, Sichtbeton zulässig. Kombinationen sind möglich. Insgesamt soll ein heller Farbton vorherrschen.
  6. Die Gebäude in der Amtsstraße bilden die urbane und „kräftige" städtebauliche Achse des neuen Quartiers. Das soll sich in Geschossigkeit und Gestaltung der Gebäude widerspiegeln.
  7. Die Stadthäuser sollen in der Dreigeschossigkeit und Gestaltung ein einheitliches Bild widergeben auch wenn unterschiedliche Bauherren/Investoren an der Realisierung beteiligt sind. Als Grundlage dient der Entwurf des Büros GPK für die Stadthäuser.